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Resumée

ok ok ok...wisst ihr schon das Neuste? Ne na selbstverständlich nicht, ich, also ich die weiße Ausländerin, die Maya, die ist von ihrer chinesischen großen Schwester auf deren Hochzeit eingeladen (Falls ihr jetzt glaubt, dass das das Neueste sei, dann ist das der Beweis dass ihr meinen Blog nicht regelmäßig lest-Schande über euch!) Nein sie hat mich doch tatsächlich (nachdem sie mich über die Zeitspanne von ganzen 6 Stunden kennt, d.h. wir sind Freunde fürs Leben) gefragt, ob ich ihre Brautjungfer sein will. AUSLÄNDERBONUS. Wie ne ne die findet mich so nett, die kennt mich ja auch eine kleine Ewigkeit, schon. Naja nichts desto trotz freu ich mich wahnsinnig. Ach ja ich hab natürlich zugesagt. Erst jetzt im Nachhinein hab ich von meinen Mädels in Shanghai erfahren, dass der Job doch nicht so lässig ist wie ichs mir vorgestellt hab. Meine Aufgaben: Geld einsammeln (Tschaka wie anstrengend...doch richtig oder?), auf das Brautpaar trinken (wann kommt denn jetzt das negative?),..und ja ich muss jetzt in einem Geschäft ein Kleid mir leihen, dann bekomm ich ein Make-up verpasst und meine Haare werden gestylt...oh ne Tussiprozedur. Aber wenn ihr jetzt denkt, die Brautjungfer hat ein schweres Los gezogen, dann haltet euch mal fest, die Braut muss sich an diesem einen Abend, bis zu 4mal umziehen, ein neues Make-up aufdrücken und eine selbstverständlich andere Frisur verpasst bekommen. Ach du scheiße also jetzt ist es sicher, ich heirate sicher keinen Chinesen, dieses Zinober ist mir doch echt zu blöd. Zum Glück muss ich mich nur ums Geld und den Alkohol kümmern. Und zu dem ganzen Spektakel kommen ca. pi mal Auge nur etwa 500 Leute (richtig gehört), aber wenn ihr euch fragt in welchem Restaurant sich die Massen reinquetschen, lasst euch belehren, das Fest findet daheim statt. Jap da werden einfach kurzerhand die Nachbarshäuser geleast und dann gehts los. Bevor ich nach Shanghai zurück gekommen bin, habe ich noch mit einer Freundin und ihren beiden Freunden mehrere Ausflüge gemacht, unter anderem in eine uralte Kanalstadt. Es war echt wunderschön, wir haben eine Nacht da verbracht, bevor wir zurück gefahren sind. Die Stadt war am Abend voll mit den roten Laternen, und etliche Leute haben kleine Kerzen in Papierblumen auf dem Wasser ausgesetzt, man konnte mit dem Boot die Kanäle abfahren, alte Leute haben auf traditionellen chinesischen Instrumenten Musik gespielt...es war wirklich die schönste Stadt bisher. Ach noch was lustiges, bevor wir in Hangzhou waren, haben wir uns noch mit einer Kommilitonin der Jungs zum Essen getroffen. Und da fällt doch einem der Typen ein, mich als seine Freundin auszugeben, damit das Mädel eifersüchtig wird, weil sie ihm vor Kurzem einen Korb verpasst hatte. Dummerweise konnte er kein Englisch und ich nur gebrochenes Chinesin, so musste also seine Angebetene für ihn und seine ausländische Freundin (MICH) Übersetzer spielen. Ich frag mich was das Mädel sich gedacht hat, wer ist hier wessen Betthäschen? Gott echt naja nach 2 Stunden hab ich dann meinen "chinesischen Freund" auch in die Wüste geschickt. Während der Heimfahrt hat mir meine Freundin immer versichert, dass ihr Freund ein sehr guter Autofahrer sei und das er das "sicherste Auto der Welt" fahre (einen Volvo) - ich glaube nicht einmal in einem Panzer wäre ich bei diesem Fahrer sicher gewesen. In regelmäßigen Abständen von ca. 10 Minuten, sind wir immer nur haarscharf einem Unfall entgangen mit Fußgängern, Fahrrad- oder Rollerfahrern, und natürlich den schlechten nicht "sichersten Autos der Welt". Und einen Unfall hatten wir dann doch, da ist der Depp doch einem vor uns parkenden Auto mit Schritttempo hinten drauf gefahren. Ohne Worte, da muss ich nicht mal mehr was Sarkastisches sagen, das ist pure Ironie. Tja aber ich habs überlebt...selbst ist die Frau Tja und meine Männer in Hangzhou hab ich jetzt auch hinter mir gelassen. Bzw. der Wachmann ruft immer noch regelmäßig an, und ist zufrieden wenn ich ihm "Ni Hao" (Hallo) sage(ironie des Schicksals, gerade hat er schon wieder angerufen). Wenn alle Männer doch so genügsam wären...ein sehr komischer Typ, der etwa um die 40 ist, hat mir während meiner letzten Tage in der Ausstellung die ganze Zeit Gesellschaft geleistet, ich dachte mir naiv wie ich bin nichts böses. Bis er angefangen hat, mich in den Arm zu nehmen und mich geküsst hat, da ists dann selbst mir aufgefallen, das er dann halt doch nicht nur "Freundschaft" wollte. Tja auf jeden Fall haben mich dann meine Freunde nicht mehr aus den Augen gelassen. Meiner Ayi (Tante, der Frau bei der ich wohnte) hab ichs sicherheitshalber nicht erzählt, sonst wäre sie mit ihren Freunden aus der Kantine wahrscheinlich gemeinschaftlich mit den Küchenmessern auf den Typ losgegangen. Da such ich seid einer Ewigkeit einen Chinesen, der nicht schüchtern ist, und dann finde ich einen der in die vollen geht. Ich seh schon ich hab da ein Händchen dafür. Meine Ayi hat mich im übrigen erst auch in der Kantine, vor allen Leuten (mindestens 20 Stück) , an einen anderen Tisch geschickt, weil der Typ an meinem Tisch, ihrer Meinung nach kein Umgang für mich sei. Gott ist doch knuffig, oder. Ich glaube das 22 Jahre Schild auf meiner Stirn wird immer greifbarer, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das zu meinem Brautjungfer-Dress nicht ein wenig unpassend erscheinen könnte
15.10.09 14:41
 


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