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Hongkong wir kommen ... 4 Stunden spaeter!FROHES NEUES!!!!

Sodalle...Endspurt! Unsere Abreise von Hainan stellten wir uns eigentlich unkompliziert vor, aber wie so oft waren wir doch mal wieder zu blauaeugig...in China kommt doch immer alles ganz anders: echte Schwaben wie wir sind, haben wir uns den guenstigsten Flug von Hainan nach Shenzhen genommen. Die Stadt befindet sich nur eine halbe Stunde von Hongkong entfernt, ist allerdings noch auf Festlandchina und gilt deshalb als Inlandsflug und ist folglich um einiges guenstiger. Hoert sich jetzt zunaechst so an als ob wir verdammte Fuechse waeren, dummerweise ging der flug urspruenglich um 23:50, per sms wurden wir dann aber schon am Mittag darauf hingewiesen, dass der Flug ne halbe Stunde Verspaetung hat...am Flughafen, wurden dann aus der halben noch mal anderthalb Stunden. In Shenzhen hatten wir dann das Problem, dass um halb drei keine Busse mehr an die Grenze fuhren, d.h. wir mussten ein teures Taxi nehmen. So aber die Probleme fingen eigentlich erst an. Wir hatten naemlich kein Bargeld mehr um die Bustickets von der Grenze nach Hongkong zu bezahlen...und weit und breit kein ATM. Tja da standen wir dann um halb vier morgens im Niemandsland und wussten nicht weiter. Gluecklicherweise hat ein netter Hongkong Chinese unsere Verzweiflung bemerkt und uns geholfen (ich hab wie ne Wahnsinnige zwischen meinen Buechern und BHs nach Geld gekrammt und Stefan versuchte die Busfahrerin zu ueberreden, dass wir ihr das Geld spaeter geben). In Hongkong hat er uns sogar noch das Taxi zu einem ATM und zum Wohnheim von Johannes, bei dem wir wohnen gezahlt. Und endlich um 5 Uhr morgens waren wir da und haben uns dann erst mal richtig ausgeschlafen. Danach gings dann untertags immer ein wenig auf Sightseeing - Souvenirs fuer die Lieben daheim zu suchen (und bei aller Liebe ich hasse Einkaufen, v.a. an kleinen Marktstaenden!). Am 30. waren wir Abends dann auch mal beim Party machen in Hongkong, und Kinder Schwaben habens hier nicht leicht; alles ist so verdammt teuer, dass die Preise in Deutschland teilweise als Schnaeppchen gelten koennen. Aber der Abend war super lustig, wir haben mal wieder bis in die Morgenstunden getanzt. Und dann stand auch schon der große Tag vor der Tür: Silvester. Tja und ich muss mal wieder sagen, die Männer sind die grüßeren Tussis. Solange wie Stefan gebraucht hat um die richtige Jeans, die richtige Ketten auszusuchen, zu überlegen wieviele Knöpfe er jetzt an seinem Hemd auflassen will, von der Frisur ganz zu schweigen, bis die richtig saß, haette auch nochmal ein Tag vorbei gehen koennen...aber irgendwie haben wir es dann doch geschafft aus dem Wohnheim heraus zu kommen und in die Stadt zu fahren. Zuerst haben wir vier (Johannes, ein freund von Johannes, Stefan und ich) nach einer kleinen Ewigkeit endlich ein Restaurant gefunden, bei dem man nicht all zu lange anstehen musste um einen Platz zu bekommen. Wir waren super japanisch essen, war echt der Hammer. Danach (es war mittlerweile so gegen 10 Uhr) haben wir uns auf die Suche nach einem Platz gemacht, von dem wir uns das Feuerwerk anschauen konnten. Dumm nur dass wir so spaet dran waren, da die ganzen Straßen von Hongkong abgesperrt wurden und somit nur eine kleine Menge von Leuten das Feuerwerk perfekt sehen konnten. Wir standen mit tausenden von anderen Leuten mitten auf einer riesigen Straße und konnten dennoch relativ viel sehen. Es war echt genial! Danach sind wir dann durch die Bars gezogen, so wie so ziemlich ganz Hongkong. Stefan hat sich relativ schnell eine sternhagelvolle Chinesin gesucht, und so waren wir nur noch 3. War super wir haben mitten auf den Straßen getanzt mit wild fremden Leuten, aber das Highlight waren immer die kleinen Seven-Eleven-Shops in denen wir uns mit "Getränken" versorgt haben. Die meisten haben nämlich nichts in den Bars gekauft, da die Preise viel zu teuer waren. Und eben in einem dieser Shops haben wir 2 Schweizer getroffen, die dann eine Schlägerei mit einem Chinesen angefangen haben und tja kurzerhand wurden wir alle aus dem Shop geworfen. Das muss man auch erst mal schaffen aus einem Seven-Eleven raus geworfen zu werden. Naja aber um 6 am Morgen war dann Schicht im Schacht und wir sind nach Hause. Der naechste Tag wurden dann erst mal gebührend verschlafen. Johannes flog dann Vormittags nach Südkorea, so dass ich mit Stefan allein war. Abends haben wir uns dann mit seiner betrunkenen Chinesin von Silvesterabend zum Abendessen getroffen. Und Leute ich sag euch das Mädel hatte so eins an der Klatsche, da erzählt sie uns doch, dass sie die Deutschen so gerne hat, weil sie so viele Juden vergast haben. Außerdem ist sie auf der Suche nach einem Europäer (allerdings darf es nur ein Deutscher, Engländer oder Franzose sein, Italiener und Spanier mag sie nicht) der sie mit nach Europa nimmt. Gott die Tante hatte echt nen Schlag, so eine kleine Rassistin. Stefan schlug dann vor noch ins Kino zu gehen, allerdings gab er mir zu verstehen, dass ich heim gehen sollte, damit er seine Chancen bei ihr erhöhen könnte. Manche Männer sind sich echt zu nichts zu schade... Aber nur 2 Stunden später war er dann doch auch wieder daheim, tja life sucks (ja es spricht ein kleines bisschen Schadenfreude aus mir)! Und am 2.1. da ging dann Stefan zurück nach Deutschland. Die restliche Zeit hier hab ich dann mit chillen verbracht, bzw. war mit Johannes Freund beim Essen. Aber jetzt hab ich die Schnauzen voll und möchte endlich wieder nach Hause zu euch!!!! So das wars jetzt soweit von mir letzter Eintrag! Schön wars!
31.12.09 10:30


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Hainan-von spitzen Hunden, enttäuschenden Partymeilen und Luxusprivatsandstränden!!!!

Nun zu meinem vorletzten vielleicht auch vorvorletzten Blogeintrag, jaja net gleich heulen... Am 23. Dezember sind wir also dann von Kunming auf die Insel Hainan geflogen. Weil ihr ja alle wie ich nicht gerade die größten Leuchten in Bezug auf Geographie seid, lasst euch belehren, die Insel liegt in der Nähe von Hongkong. Eigentlich ist der Süden der Insel der Hautanziehungspunkt für alle Touristen, da sich hier die schönsten Strände und auch die besten Clubs befinden, allerdings ist es auch alles ein wenig teurer. Wir haben uns zuerst mal einen Tag im Norden aufgehalten, da zum einen der Flug von Kunming aus hier günstiger war und zum anderen war es dann nicht so stressig und wir konnten eine Nacht ausruhen bevor es weiter nach Sanya (die Partystadt) in den Süden ging. Den groessten Teil unseres Gepaecks liessen wir auch in einem Hostel im Norden. und da passierte es dann, dass mich ein wilder rassiger Typ geliebt hat... Also: als wir gerade an der Rezeption des Hotels wegen eines Abstellplatzes fragen wollten, kam auf einmal ein echt schoener kaelbchengrosser Dalmatiner zu uns...naja oder besser gesagt hat er sich sofort unsterblich in mein Bein verliebt, was er mir auch mit aeusserst rythmischen Bewegungen zu verstehen gegeben hat. Anstelle dass die Hostelbesitzerin die Toele weggenommen hat, sass sie dann da weiter und meinte nur der macht doch nichts....HALLOOOOO als der Hund dann auch noch zu schnappen anfing hatte ich nicht mehr nur noch Angst vor weissen Flecken auf der Hose . Und dann gings am naechsten Tag also endlich in den Sueden. Und Jungs ja es war endlich Weihnachten. Leider fiel Weihnachten nicht wie geplant aus, also wie schon erwaehnt ich wurde von einem Hund angebumst und 5 Stunden unseres Weihnachtstages sassen wir nur im Bus, wurden mit droehnend lauter chinesischer Liebes-Schnulzen-Karaoke Musik berieselt und durften es uns gut gehen lassen (das ich nich lache!). Im Endeffekt wars auf jeden Fall dann eine mega Erleichterung aus dieser Folterkammer auszusteigen, v.a. weil der Bus eigentlich nur 3 und keine 5 Stunden haette brauchen sollen! Naja unser Weihnachtstag ging dann mit der Suche nach einer Unterkunft in Sanya weiter. Und schlau wie wir sind (keine Widerreden!) haben wir uns ein chinesisch gefuehrtes Hotel gesucht (ist um einiges guenstiger und keine Auslaender ausser uns waren dort), welches aus nur 2 Zimmern bestand diese beiden waren aber der Hammer. Das Hostel lag mitten in der Fressstrasse in der sich BBQ-Stand an BBQ-Stand reihen. Und auch die Clubs konnten wir bequem zu Fuss erreichen...ist ja wie im Paradies (wenn man von den schmotzenden Chinesen einmal absieht !) Und unser Heiliger Abend wurde zunaechst einmal mit einem koestlichen BBQ und einem kuehlen Bier begonnen...der beste Start! Danach haben wir unsere Clubs dann ausprobiert und neue Leute kennengelernt, mit denen wir uns dann oefters an den anderen Abenden getroffen haben (ausserdem hatten sie ein Zimmer in dem Crown Plaza Hotel mit Privatstrand-jaja ich weiss halt wie man sich Freunde macht). Im Endeffekt waren wir jeden Abend in Hainan noch beim Tanzen, jedoch waren die Clubs immer das Gleiche. Und eigentlich war nur ein Club, Bar 88, richtig gut, d.h. so eine riesige Partymeile (wie es die Reisefuehrer schreiben) findet man in Sanya nicht...langweilig! Naja aber dennoch haben wir nichts unserer urspruengliche Besichtigungsziele auf der Insel geschafft, aber die Bar 88 wurde unser neues Zuhause .Ach ja mein Glauben an die chinesischen Frauen in den Discos ist wieder zurueck: Stefan hat endlich mal nach einer plumpen Anmache ein paar Absagen bekommen...sonst ist der Auslaenderstatus leider immer ein Garant fuer den Jackpot...Traurigerweise haben wir es auch nur einmal geschafft uns an den Strand zu bewegen, aber dann gleich richtig: der schoenste Strand der Insel ist in Yalong Bai und an diesem reihen sich die Luxushotels und so auch das 5 Sterne Crown Plaza Hotel unserer neuen besten Freunde...und den ganzen Tag haben wir also dann am Privatstrand des Hotels gechillt, bevor wir abends mal wieder die Nacht durch gefeiert haben. Aber alles in allem war es mal ein anderes Weihnachten, ohne Weihnachtsstimmug, zwar gibt es schon einige weihnachtliche Erinnerungen (Kellnerinnen in Weihnachtselfkostuemen, Weihnachtsmusik, Weihnachtsdeko-die jedem 5 jaehrigen maedel gefallen wuerde), aber die Hitze, der Strand und die fehlenden Geschenke (ja wir hatten keine Zeit uns welche zu besorgen...ausserdem sind die Geschenke an Weihnachten doch zweitrangig !) machten die aufkommende Weihnachtsstimmung wirklich mehr als platt. Na dann bin ich mal gespannt wie Hongkong an Neujahr wird...
29.12.09 09:48


VISADRAMEN

Jetzt kann ich euch auch endlich mal von ein paar Problemen hier in China berichten, die mich seit einigen Wochen beschäftigen. Also um ehrlich zu sein hab ich als liebe Tochter und Enkelin Rücksicht auf meine abartig perfekte (Hahaha na klar !) Familie nehmen wollen und ihnen unnötige Sorgen um mich ersparen wollen. Das liebe Visum hat mir mal wieder einiges Kopfzerbrechen beschert. Das Problem war, dass mein Visum nur bis zum 26. Dezember gültig gewesen wäre, aber wir ja ursprünglich bis zum 26. um 00:40 Uhr aus China ausreisen wollten. Das heißt ich wäre 40 Minuten illegal in China gewesen und ich hab gelesen, dass etliche Leute ganz schöne Probleme wegen abgelaufenen Visa bekommen haben. Tja das ganze Problem fiel mir damals in Kunming auf, einen tag bevor wir nach Jinghong aufgebrochen sind. Kunming ist im Übrigen die Provinzhauptstadt von Yunnan, und jeder gesunde Mensch nimmt dann an, dass man hier also am ehesten eine Visaverlängerung bekommen könnte...BLÖDSINN!Naja dann ging also die Panik los, eigentlich wollte ich die billigste Verlängerung für mein Visa bekommen, deshalb hab ich in Kunming versucht um einen Express herum zu kommen. Aber als die mir dann sagten, das Visa brauche 7 Tage, war mein Plan zunichte...da ich nur 6 Tage Zeit hatte. Wir sind ja dann auf die Insel Hainan geflogen und somit musste ich mein Visa also in 6 Tagen bekommen. Dummerweise sind die Flitzpiepen in Kunming nicht einmal fähig ein Expressvisa auszustellen...AHHHHH so was nun...ich hab mich schon am Flughafen gesehen von der Polizei eingesackt oder mit einer Geldstrafe die mich in den finanziellen Ruin treibt. Aber die Sesselfurzer haben mich dann also weggeschickt. Also bin ich mit einem riesen Sorgenpool dann nach Jinghong gefahren. Zuallererst also dann mal zur Visastelle gefahren und den unglaublich netten Beamten mit einem meiner bezaubersten Lächeln begeistert und ein auf unschludige hilflose Ausländerin gemacht...und stellt euch vor in dieser (für chinesische Verhältnisse ne kleine Millionenstadt-also eigentlich eher ein Dorf) Stadt, die wenig Ausländer besuchen hab ich ein Visa noch am selben Nachmittag bekommen und das war nicht einmal ein Expressvisa...gott hier ist echt alles möglich ! Aber gut aus Freude an meinem Visa haben wir dann beschlossen nicht am 26. sondern erst am 28. China bzw. die Insel Hainan zu verlassen! Grad mit Fleiß!!! So aber jetzt in Hongkong habe ich die Visaprobleme endlich hinter mir...oder???naja mal abwarten auf jeden fall hab ich jetzt in meinem Pass insgesamt 6 Visa nur von China...tztztz
29.12.09 09:39


FROHE WEIHNACHTEN EUCH ALLEN ZUSAMMEN!!!!
24.12.09 14:31


Xihuanbanna(Region)/Jinghong(Stadt)-Unter den Wilden

Wir blieben gerade einmal ein paar Stunden in Kunming, bevor es dann auch schon wieder mit einem Nachtbus weiter nach Jinghong. Den Tag in Kunming verbrachten wir eigentlich ausschließlich mit der Suche nach dem Busbahnhof und dem Ticketschalter, an dem unser Bus am Abend weiter Richtung Süden gehen sollte. Hier wurde unter anderem mal wieder deutlich, dass Stefans Orientierungssinn dem meinigem unheimlich ähnlich ist…das heißt er ist einfach nicht vorhanden: der einzige Unterschied ist, dass ich mir im Gegensatz zu Stefan meiner Achillesferse bewusst bin. Aber es kommt schon auch noch dahinter . Tja und nachdem wir dann noch ein wenig in unserem Lieblingshostel (mittlerweile ist es unser fester Anlaufpunkt, unser chinesisches Zuhause – oh Gott wie dramatisch) „Clowdland“ gechillt haben, gings Abend dann schon wieder zum Busbahnhof. Eigentlich haben wir mit der gleichen Art von Schrotthaufen wie auf der Fahrt mit meiner Schwester und den Jungs nach Yuanyang gerechnet, aber NEIN! Der Bus war einer von den ganz Neuen, das bedeutet, die Betten stinken nicht, es sind keine Rostflecken zu erkennen, man muss im Bus am Eingang die Schuhe ausziehen, damit der Boden sauber bleibt…Himmel war das ne klasse Nacht, ich habe eigentlich fast durchgeschlafen. Also kamen wir weitestgehend erholt in Jinghong an. Zunächst gings los unser Hostel zu suchen, da haben wir uns mal wieder voll auf den Lonely Planet verlassen und natürlich auf die bemerkenswerten Orientierungsbegabungen von Stefan. Ich wurde in beider Hinsicht enttäuscht. Aber so haben wir auch noch andere Gegenden von Jinghong sehen können, die von dem restlichen Bild der Stadt mit seinen Palmengesäumten Alleen erheblich abweichen. Naja zu guter Letzt halfen uns mal wieder eines der spottbilligen Taxis aus der Patsche und brachte uns zu unserem Hostel, dass direkt auf dem Gelände eines Colleges lag. Deshalb konnte wir rund um die Uhr das Geplappere von Jugendlichen hören, die den ganzen Tag mit Basketball oder Tischtennisspielen (Stefan versuchte sich auch mal und wurde von einem Pimpf der vielleicht gerade mal 11 war gnadenlos abgezockt, aber der war auch wirklich verdammt gut!)verbrachten. Wir teilten uns das Zimmer mit einer Koreanerin – Jenny, die mir vor allem durch die Gesichtsmaske, welche sie in der Nacht trug in Erinnerung geblieben ist. Als wir uns dann nach langem Preise vergleichen und hin und her diskutieren doch für eine geführte Trekking-Tour durch den Dschungel von der Region Xihuanbanna entschieden haben, verbrachten wir den Abend mit relaxen und schliefen früh ein um am nächsten Tag auch wirklich fit zu sein. Unsere dreitägige Dschungeltour begann damit, dass wir uns um 9 Uhr morgen mit den anderen Teilnehmern und dem Reiseführer „Anipa“ (später erklärte er uns dass sein Name nur bedeutet, dass er der erste zweite Sohn sei und an einem Dienstag geboren sei – wie pragmatisch doch die Namenswahl sein kann) trafen. Insgesamt waren wir noch mit einem Australier „Huw“ (die gibt’s doch wirklich überall) und einer Gruppe von 4 spanischen Freunden alle so um die 38 Jahre: Maya, Karina, Sergio und David unterwegs. Alles in allem sah es nach ner Menge Spaß aus (sollte es im Endeffekt dann auch tatsächlich werden!). Zuerst fuhren wir innerhalb von 2 Stunden zu unserem Startpunkt der Wanderung, es handelte sich um ein klitzekleines Dorf, indem wir zu Mittag gegessen haben. So lob ich mir das, vor dem Sport sich erst mal den Ranzen richtig voll hauen. Tja und dann gings auch schon los… gefasst war dank der Beschreibungen eines Cafébesitzers auf eine mega anstrengende Wanderung…tja aber nach dem ersten Tag sind wir gerade mal 8 km auf gerader Strecke gelaufen und waren alles andere als müde. Dank Anipa, der der Minderheit der Bulang angehört, erfuhren wir unheimlich viel über die Minderheiten der Gegend. Als wir durch die kleinen im Schnitt 200 Seelen-Dörfer wanderten, konnte er uns sehr viel über die Bräuche der Bulang und der Dai (einer anderen Minderheit der Gegend) beibringen, des weiteren war es eine willkommene Abwechslung für die Menschen mal wieder ein paar Ausländer anstarren zu können. Unser Weg wurde im Übrigen immer wieder durch vorbeimarschierende Hühner (laut David: Chicken-Sandwiches, Chicken-Wings, Chicken-Burger…) oder unglaublich dicke Hängebauchschweine gekreuzt. Unsere erste Nacht durften wir in einem Bulang Dorf verbringen. Wir durften im Haus oder besser in der Hütte des Dorfchefs übernachten. Und unsere Kingsize-Matratzen waren ca. 1 cm dick, lagen mitten im Hauptaufenthaltsraum der Familie und auf den ersten Blick war uns klar, dass es wohl eine ungemein „interessante“ Nacht werden würde. Aber das ist ja noch nicht alles gewesen, dass uns am Anfang neu war: Die Bulang veranstalten sozusagen jeden Tag ein Lagerfeuer in ihren Hütten. Um lästige Insekten und Ungeziefer abzuhalten, kochen sie auf einem Lagerfeuer, das sich mitten im Raum befindet (meist besitzt eine Hütte nur 1 Raum und eine mit Tüchern abgetrennte Schlafecke) und die Ganze Bude vollraucht, da die Hütte in der Regel keine Fenster, bzw. nur kleine Öffnungen besitzt. Also im Endeffekt ist es in der Hütte immer stock dunkel, nur das Lagerfeuer erhellt den Raum. Tja was solls, ob ich den Lungenkrebs durch das Passivrauchen in den Bussen (ja das ist in China erlaubt) oder durch eine Räucherbude bekommen… da wollen wir doch nicht so zimperlich sein! Den ganzen Tag kamen auch ständig irgendwelche Dorfbewohner nur ganz kurz zu Besuch um dem „Häuptling“ Geld zu geben (für was auch immer), aber am Abend wars dann richtig lustig, als der Vater und die Tante unseres Gastgebers zu Besuch kamen. Bei den Bulang ist es üblich, dass Frauen wir Männer einen unglaublich starken Tabak rauchen (Yunnan-Tabak), das sieht dann aus wie kleine Joints die sie den ganzen Abend über rauchen. Und die Tante (64 Jahr, sah aber wie 84 aus) drehte ununterbrochen diese Art von Zigaretten und rauchte Kette. Wir hatten die Ehre auch mitzurauchen und heilige Maria die hauen vielleicht rein…naja und endgültig fertig gemacht wurden wir vom selbstgebrannten Schnaps, den uns die Männer zu trinken gab. Huch naja was tut man nicht alles um ein guter Gast zu sein – notgedrungen ! Super interessant war die Tante auch dadurch, dass sie (typisch für die Minderheiten-Frauen in der Gegend) ihrer Zähne mit Ruß schwarz eingefärbt hatte. Schwarze Zähne stellen zum einen ein Schönheitsideal aber auch Schutz der Zähen dar. So verhindert die Rußschicht beispielsweise das Ausfallen der Zähne. Die 64 Jährige hatte noch alle ihre richtigen Zähen und kein Gebiss wie unseren Lieben daheim…tja da sind die Jungs uns doch ein wenig was voraus! Vor allem kompliziert wurde es für uns, wenn wir aufs Klo mussten. Wir konnten uns entscheiden entweder in den Dschungel zu gehen oder in die öffentliche Dorftoilette (von der uns sogar Anipa abriet), beides gestaltete sich in der absoluten Dunkelheit als schwierig. Da die Jungs sich entschieden einfach vor der Hütte pinkeln zu gehen, wollte ich nicht allein weiter gehen und stellte mich dann halt eine Ecke weiter hin. Tja nur dumm dass in dem Moment als ich gerade pinkelte, eine Bulang-Frau auf dem Weg zur öffentlichen Toilette (wie es sich für zivilisierte Leute gehört) mit einer LED-Taschenlampe vorbeikam. Die Sache war so unglaublich peinlich, da sie extra genau auf mich leuchtete um zu erkennen ob sie mich kennt, naja aber da sie ja nur meinen blanken Hintern sah, gestaltete sich das als schwierig. Ich hab dann nur versucht aus Scham mein Gesicht nach Möglichkeit zu verstecken…oh Gott war das peinlich!!! Und die Nacht war vielleicht ein Erlebnis (unter anderem wegen dem atemberaubenden Sternenhimmel): wir gingen, da mal wieder der Strom ausgefallen war, relativ früh schlafen in der Hoffnung morgen fit zu sein. ABER, da die Bulang ihre Hütten so bauen, dass sie sozusagen im ersten Stock die Wohnräume haben und dann darunter ihre Tiere (meist Schweine) halten, ist es unvermeidlich, dass man die ganze Nacht glaubt direkt neben einem würde eine dieser Monstersäue vor sich hin grunzen (und bei aller Liebe die sind laut die Viecher!) aber auch das ständige Piepen von kleinen Küken kann einem irgendwann verdammt auf die Nerven gehen! Und die nächste Kuriosität war, dass der Dorfchef einmal mitten in der Nacht und einmal morgens um 7 eine Rede hält, in einer Lautstärke, dass ihn auch das ganze Dorf in den Hütten hören kann. Die Rede wird von einer Art indischen Musik eingeläutet und dann geht’s los, mit einem Schwall an Worten, der sich für unsere Ohren wie Propaganda, oder der Aufruf zum dritten Weltkrieg anhörte. Im Endeffekt erzählte uns Anipa allerdings, dass es nur Anweisungen an die Dorfbewohner sei, die Wasserleitungen zu reinigen bzw. zu reparieren…aber HALLOOOO doch nicht morgens um 7 Uhr. Naja nachdem wir so lieblich aus dem Schlaf gezerrt worden sind, durften wir uns mit Nudelsuppe stärken und dann gings weiter mit unserer Wanderung. Der nächste Tag gestaltete sich schon ein wenig anstrengender, da es die meiste Zeit hoch und runter ging, aber im Endeffekt war es nicht machbar, wobei die Spanierinnen schon kämpfen mussten, und ein wenig launisch wurden, was der guten Gruppenstimmung aber keinen Abbruch gab. Am Nachmittag kamen wir im Heimatdorf von Anipa an, da wir im Haus seiner Eltern die nächste Nacht verbringen sollten. Den restlichen Tag verbrachten wir mit Duschen, dem Besichtigen des Dorfklosters (da jeder Bulang-Junge für eine kurze Zeit Mönch sein muss, u.a. um später auch eine Ehefrau zu bekommen) und einfach nur dem lustigen Treiben der Dorfbewohner zuzuschauen. Die Nacht war trotz der diesmal wirklichen Matratzen wenig erholsam, v.a. wegen des nächtlichen Regenschauers, der sich Wege durch das Dach bahnen konnte. Und dann brach auch schon unser letzter Tag an. Morgens liefen wir auf einem von Spinnen (die wirklich riesig sind und bei den Bulang als Delikatesse gelten und gegessen werden) wimmelnden Weg zu einem wunderschönen Wasserfall. Und bevor wir die Weiterreise antraten, hatten wir das Glück an einer zufällig an diesem Tag stattfindenden Hochzeit im Dorf zu Mittag zu essen. Da das Essen (wie sollte es auch anders sein) fast nur aus Fleisch bestand, hielt ich mich an Erdnüsse, Reis und Bier. Ständig kamen die Gäste (v.a. der Bräutigam, der mächtig einen an der Krone hatte) um mit uns anzustoßen. So kam es, dass Anipa beschloss so schnell wie möglich die Hochzeit zu verlassen, da ansonsten eine Wanderung nicht mehr so einwandfrei möglich geworden wäre . Wir liefen gerade mal 2 Stunden, als uns ein Jeep zu unserer Endstation abholte. Da im Autoinneren nicht genügend Platz war, standen Stefan, Anipa, David und ich auf der Ladefläche des Jeeps. Da die Kinder der umliegenden Dörfer unter der Woche alle in der Schule lebten und nur an den Wochenenden heimkamen, waren sie an diesem Sonntag Abend alle auf dem Weg in die Schule (ca. ein 2 stündiger Fußmarsch). Kurzerhand haben wir einige der Kids auf die Ladefläche zu uns geholt und sind weiter gefahren. Anipa erzählten uns auch, dass die Bulang hauptsächlich vom Zuckerrohr und Teeanbau leben. Und als ich ihn auf seine Tätowierungen anspreche, sagt er, dass das bei den Bulang Männern ein Zeichen von Stärke ist, deshalb habe er sich zusammen mit einem Freund im Alter von acht Jahren die Bilder eingeritzt und dann die Wunden mit Asche aufgefüllt, dass die Bilder entstehen. Müssen höllische Schmerzen gewesen sein. Da die Bulang Angst vor Wassergeistern haben, die sie in das Wasser ziehen können, halten sie sich weitestgehend von Gewässern entfernt. Lustig ist auch, dass die Bulang kein Wort für Hallo haben. Und um sich zu begrüßen werden offensichtliche Fragen gestellt, auf die man nicht einmal wahrheitsgemäß antworten muss. Also wenn wir z.B. einen Mann sein Fahrrad reparieren sehen, dann frägt man zur Begrüßung: „Reparierst du dein Fahrrad?“ oder wenn eine Frau kocht: „Kochst du?“ ziemlich merkwürdig ich weiß. Zurück in Jinghong verabredeten wir uns für den nächsten Abend und gingen weiter in unser Hostel. Stefan und Huw beschlossen am Abend noch wegzugehen, aber ich blieb wie es sich für eine brave Hausfrau gehörte zu Hause und wusch Wäsche und telefonierte…nachdem Stefan laut ihm „aus den verfügbaren Mädels“ auch tatsächlich eins gefunden hat, kamen er und Huw nicht nach Hause sondern verbrachten die Nacht in dem Club. Den Tag über passierte nicht neues. Abends trafen wir uns dann wieder mit Huw und den Spaniern zum Abendessen. Es war super lustig. Stefan wollte sich an dem Abend nochmal mit seiner Flamme vom Vorabend treffen, und war deshalb ständig in Aufbruchstimmung (er schrieb die ganze Zeit SMS). Da wir anderen uns davon aber nicht beeindrucken haben lassen, wir es ein richtig lustiger Abend. David konnte beispielsweise nicht verstehen, dass die Deutschen David Hasselhoffs Musik mal gut fanden. Und zu unserer Schande muss ich gestehen, wenn man bei google Bildersuche „David Hasselhoff Germany“ eingibt, dann haben wir noch einen Grund uns in der Weltöffentlichkeit zu schämen. Da der Abend noch jung war und Stefan langsam launisch wurde, weil er los wollte, haben wir alle beschlossen mit ihm in den Club zu gehen. Ich ging mit den Spaniern zielstrebig auf die Tanzfläche (und so schnell wie da, hatte ich noch nie soviele Hände an meinem Hintern), aber Maya und Karina erklärten den Jungs, dass sie ihre Mütter sein könnten und damit hatte sich das schnell erledigt. Es war richtig genial mit denen zu Tanzen, da sie das Ganze auch nicht so ernst nahmen und wie ich ihren heiden Spaß hatten die anderen Clubbesucher bei ihrem Balzverhalten zu beobachten. Und Stefan…der saß mit seiner Chinesin und deren Freundinnen an einem Tisch und trank, da es zum unterhalten viel zu laut war. Zuerst gingen dann aber die Spanier nach Hause und dann auch noch Huw, so dass ich mit Stefan allein im Club war. Da ich allerdings keine Lust hatte mich planlos zuzuschütten, hab ich halt getanzt. Obwohl ständig so ein Idiot „andocken“ wollte, konnte ich mich dennoch behaupten und weitestgehend alleine tanzen (die meisten habens auch geschnallt). Stefan ging dann früher aus dem Club als ich. Aber glücklicherweise kam Huw dann doch nochmal zurück und wir beschlossen, da der Club gerade dicht machte uns eine Bar zu suchen. Und wie es das Schicksal so wollte, fanden wir nicht entfernt von unserem Hostel noch eine Bar. Naja eigentlich war sie schon geschlossen, aber als ich eine Chinesin fragte wo wir denn noch hingehen könnte, meinte sie, sie sei gerade auf dem Weg zu ihren Freunden, die alle noch in einer BAR ARBEITEN würden. Yeah und obwohl die Bar schon zu war und die Leute, die allesamt miteinander befreundet waren noch ein wenig zusammen sitzen wollten, durften Huw und ich uns dazu setzen. Wir blieben dann bis morgens um halb sechs…mensch der Abend war aber auch wirklich ein Knaller! Durch den nächsten Tag quälten Stefan und ich uns eigentlich nur. Zwar versuchte Stefan durch eine Massage einigermaßen wieder fit zu werden, aber das hielt nicht lange an. Abends fuhren wir dann wieder mit einem Nachtbus zurück nach Kunming. Auf der Fahrt wurde der Bus zweimal von Polizisten gefilzt und wir hielten so ca. jede Stunde einmal an, d.h. wir konnten mal wieder nicht wirklich ausschlafen. Bei einem Halt an einer „Raststätte“ passierte mir natürlich mal wieder was mega dämliches: da wie fast überall im Süden mit Licht gesparrt wurde, war es ungemein schwer den Weg zu den Klos zu finden. Und direkt vor dem Klohaus, war ein riesiger Spalt, der ca. 1 Meter tief und 20 c. breit war. Tja und da es stockdunkel war hab ichs natürlich nicht gesehn und bin prompt reingetreten und der Länge nach hingefallen. Glücklicherweise ist nichts passiert aber so ein Mist …naja muss ein witziges Bild gewesen sein, da sie die vorbeikommenden Chinesen köstlich amüsierten! Zurück in Kunming holten wir unser restliches Gepäck in unserem Standardhostel ab und fuhren auch schon wieder weiter zum Flughafen, da wir heute auf die Insel Hainan geflogen sind. Hier heißt es wie schon im Süden unten Shorts und T-Shirt Wetter!!! Tja und im Moment denk ich gerade an meinen genialen Abi-Jahrgang der wohl gerade dabei ist unser alljährliches Jahrgangstreffen zu feiern! Tja man kann halt nicht alles haben.
24.12.09 02:30


Urlaub zu zweit: Im Sumpf des Verbrechens

Die nächsten 2 Tage in Kunming haben Stefan und ich eigentlich nur Urlaub gemacht, gelesen, Film geschaut, gegessen und einfach nur die warme Sonne genossen. Es war wirklich zum ersten Mal richtiger Urlaub. Aber diese Faulenzerei kann ja so nicht weitergehen, deshalb haben wir uns dann doch noch Tickets für den Nachtzug nach Dali gekauft. Einer kleinen Stadt im Westen Kunmings. Obwohl unsere Tickets eigentlich für das Abteil 5 vorgesehen waren, geleitete uns ein Soldat direkt in das Abteil Nummer 4, mit der Begründung, dass in unserem Abteil keine netten Menschen seien. Im Endeffekt war jedes Abteil (bis auf unseres dann) voll mit Soldaten…ja ein Glück dass wir das Abteil gewechselt haben (*schluchz) wer will schon gut gebaute Männer in Uniform sehen! Dali selber ist eine wunderschöne Stadt, die extra für den Tourismus restauriert wurde und sich deshalb in fast jedem Haus entweder ein Souvenirladen oder ein Café befindet. Normalerweise würde mir sowas ja dann nicht so gefallen, aber Himmel die Cafés waren echt super. Deshalb haben wir eigentlich den ganzen Tag immer nur in den Cafés verbracht und gelesen oder uns mit anderen Touris unterhalten. Ein Paar haben wir kennengelernt und mit ihnen auch dann den ganzen Tag nur noch geschwätzt, über Gott und die Welt. Es hat sich dann herausgestellt, dass der Mann ein Bestsellerautor aus Österreich ist und sein Buch gerade 130.000mal verkauft worden ist. Wahnsinn oder? Naja jetzt will ich sein Buch mal lesen und mir eine Meinung bilden, ob er echt so ein Genie ist. Auch ein Wort zu unserem Hostel muss ich schreiben-nur kurz- nach 2 stündiger Sucher haben wir uns am 1. Tag für das günstigste Hostel entschieden, in dem die Toiletten aus Gemeinschaftslöcher für alle Bewohner des Hostels bestehen. Eigentlich waren sie echt genial für Leute die nichts mehr an ihrem Leben finden, die mussten einfach nur 3-4 tiefe Atemzüge durch die Nase nehmen und Tabletten, Messer, Stricke sind alles umsonst. Wir versuchten dieser lebensbedrohlichen Situation aus dem Weg zu gehen indem wir unser Klo links liegen ließen. Schlaue Kinder wie wir zwei doch sind. Neben der schönen Stadt, hat Dali aber auch noch einiges mehr zu bieten. Zum einen traf ich jeden Tag einen alten chinesischen Landstreicher der immer zu mir kam und meine Schuhe anstarrte, weil sie ihm so gefallen. Ein weitere Skurilität ist das organisierte Verbrechen in Dali. Eine gefährliche Rauschgiftdealer-Bande vertickte den ganzen Tag an Touristen Haschisch. Immer wieder passierte es uns dass sich in einem Café still und heimlich ein Dealer anschlich um lächelnd zu fragen ob man Stoff bräuchte. Aber den Dealern sah man ihren Zwielichtigen Beruf nicht an, es waren Omas, mitte 60, die sich in Minderheitengewänder verkleideten und immer lächelten. Ich liebe diese Omas sie waren einfach zu genial. Ich könnte mich immer noch totlachen wenn ich dran denke wie putzig die Omis uns Haschisch andrehten. Aber eigentlich ists nicht ganz so witzig, da in China immer noch die Todesstrafe auf Drogenkonsum steht. Trotzdem süß sind die Omis , die sich im Sumpf des Verbrechens tummeln. Mittlerweile sind wir wieder zurück in Kunming, die Nachtfahr war eigentlich dieses Mal recht unspektakulär. Das Einzig witzige ist, dass wir zusammen mit einem sehr unterkülten chinesischen Paar das Zimmer im Zug geteilt hatten, beide trugen Mundschutz und sprachen kaum ein Wort. Tja ich glaube sie hatten ziemlich Angst krank zu werden, dumm nur, dass ich gerade einen Mega Schnupfen hatte. Tja blöd gelaufen…
16.12.09 12:10


Zusammenfassung: der perfekte Urlaub!!!

So nachdem ich mal wieder zu faul … ne zu beschäftigt (klingt besser) war um meinen Blog zu schreiben, muss ich das alles auf einmal nachholen. Mittlerweile ist allerdings schon so viel passiert, dass ich euch nur mit einem ellenlangen Bericht langweilen würde (und das wollen wir doch nicht). Deshalb gibt es jetzt also eine Zusammenfassung der besten Erlebnisse dich ich in Beijing, Shanghai, Kunming, Yuanyang und Dali erlebt habe. Also legt euch zurück entspannt euch und taucht ein in die verrückte chinesische Welt: Beijing Die ersten 2 Tage habe ich mit einem Dominik verbracht, der mit mir zusammen in Freiburg studiert hat, aber jetzt nach Beijing gezogen ist. Am ersten Abend sind wir erst mal schön Einen (im Endeffekt mehrere) trinken gegangen. Es war super witzig, irgendwann hat sich jeder in der kleinen Bar mit jedem unterhalten. Dummerweise endete der Abend in einer Schlägerei, weshalb wir dann früher nach Hause gegangen sind. Den nächsten Tag haben wir dann nur irgendwie rumgekriegt . Und dann kam auch schon meine Sippe aus Deutschland. Franzi, Chris und Andy haben mich besucht. Chris und Andy haben sich sozusagen nur aus Sicherheitsgründen gleich jeder einmal eine Flasche Schnaps gekauft…nur zum „desinfizieren“ nach bzw. vor jedem Essen, aber auch mal zwischendurch…ich muss die zwei echt loben beim Desinfizieren waren sie wirklich konsequent und äußerst gründlich! Nachdem wir also nun zu viert waren begann dann erst so richtig mein Touriurlaub, d.h. wir haben echt ziemlich viel Sightseeing (u.a. die Verbotene Stadt, Beijings Hutongs-alte Häuser, Tempel etc.)gemacht. Aber der beste Tag in Beijing war mein Geburtstag, da sind wir zu einem Teilstück der Großen Mauer gefahren. Und weil ich ja weiß dass Gott mich liebt, hat er gemacht, dass wir fast die Einzigen auf der Mauer waren, d.h. wir hatten wirklich immer mal wieder die Mauer für uns 4. Wahnsinn!!! Die Einzigen die uns am Anfang auf Schritt und Tritt begleitet haben, waren Verkäuferinnen, welche uns ständig Postkarten verkaufen wollten. Dennoch wars ganz schön anstrengend, 12 km hoch und runter…!Das Highlight für einen anderen von uns war allerdings das Peking Ente essen. Dafür sind wir in einen mega noblen Schuppen gegangen (natürlich waren wir vollkommen unpassend angezogen aber gut Bauernkinder halt). Dummerweise braucht das Entlein 40 Minuten bis es fertig ist, das bedeutete, dass wir gezwungen waren in der Zwischenzeit noch etwas zu bestellen…tja leider war alles in dem Restaurant verdammt teuer. Das Ergebnis war, dass wir zu viert, zwei Vorspeisen und Reis gegessen haben. Wir sind aber nicht nur durch unsere „bescheidene“ Bestellung aufgefallen, Franzi und Chris waren äußerst peinlich berührt wegen meines lauten Lachens…HALLOOOOO ich und ein lautes Organ das halt ich für ein Gerücht .Aber laut den anderen war die Ente der Wahnsinn und hat sich voll rentiert. Aber wir hatten auch noch weitere Köstlichkeiten auf dem Programm: Hund, Made (was die 3 sehr ekelhaft fanden), Heuschrecke (lecker), Skorpion (das Beste) und Schlange, davon hab sogar ich probiert da meine Intelligenzbestie von Schwester das Fleisch für einen Pilz gehalten hat. Aber es war wirklich äußerst delikat. Und leider viel zu schnell war dann auch schon die erste Station unseres vierer Urlaubs vorbei. Mit einem dekadenten Innlandsflug sind wir weiter ins schöne Shanghai. Shanghai Bevor wir uns die Stadt angeschaut haben, habe ich die 3 erst mal in meiner Firma vorgeführt. Im Endeffekt war es mehr eine Fleischbeschau, da die 3 ja nichts verstanden haben und meine Kollegen meist zu schüchtern waren mit denen zu sprechen. Aber fast jeder stellte fest, dass Franzi mir verdammt ähnlich sieht (ich sei nur ein wenig dicker, aber trotzdem ganz süß , sie eine Hübsche ist und die Jungs zwei verdammt attraktive Typen sind. Vor allem meine beste Freundin in der Firma konnte die Augen gar nicht von den Jungs lassen, und einer meiner Kollegen (ich nannte ihn eigentlich nur noch den Grapscher) ist ein Stein vom Herzen gefallen als er erfahren hat, dass Andy nicht mein Freund sei…naja ich hab mich köstlich amüsiert. Am Abend sind wir zu viert essen gegangen. Das Highlight war, als Franzi ein unmoralisches Angebot bekam von einer „interessanten“ Frau, die Dame war um die 70, ein wenig oder nein eigentlich total verwirrt. Sie hat Franzi von der Straße im Lokal sitzen sehen und kam dann herein. Sie hat ihren Kopf immer auf Franzis Schulter gelegt und darum gebeten, dass Franzi sie ins Bett bringt. Gott ihr hättet das Gesicht von meiner Schwester sehen müssen, hilflos…GÖTTLICH!!!! Den 2. Tag in Shanghai haben wir dann mit Sightseeing verbracht, naja eigentlich haben wir mehr dem Konsumgott gefrönt. Eigentlich sind wir vom Souvenirkauf (bei dem sich v.a. Andy den Kopf fast zerbrochen hätte) weiter zum berühmtesten Schwarzmarkt Shanghais gegangen. Stellt euch das so vor, Gänge über Gänge voll mit Läden die alles verkaufen, einen Sekundenbruchteil später hat man auch schon die Orientierung verloren und man ist verloren…AHHHH! Logischerweise hab ich also gehofft ich zeig den Jungs schnell den Markt und nichts wie raus…tja falsch gedacht. Wir blieben geschlagene 3 Stunden auf dem Markt und rannten von einem in den nächsten Laden...(warum wollte ich nochmal dass sie kamen?), danach gings dann noch zu einem Massagesalon, in dem wir uns verwöhnen ließen. Am nächsten Tag war dann die Hochzeit meines Arbeitskollegens, wegen dem wir nach Shanghai gekommen sind. Die Zusammenfassung ist: wir haben die ganze Zeit gegessen, Andy und Chris zusätzlich getrunken (natürlich nur aus Anstand). Das Ergebnis war, dass die 2 gut dabei waren als wir auf dem Heimweg waren. Aber das musste man ausnutzen, deshalb gingen wir am Abend mit ein paar meiner Freunde ins Karaoke. YEAHHHH war echt super lustig zu beobachten wie die Jungs sich lächerlich machen , tja da aber der Durchschnittschinese das Karaokesingen tot ernst nimmt, und den Spaß nicht versteht den Ausländer haben, wenn sie Abba miteinander grölen, kommt das zu einem kulturellen Problem. Meine Freunde fandens also nicht ganz so lustig wie wir . Wir kamen auch Besuch von „Little Buddha“, einem Typen der gerade seinen 18. Geburtstag feierte und Chris und Andy reichlich zum trinken einlud. Den Namen bekam er wegen seiner „schweren Knochen“, die besonders zur Geltung kamen als er oben ohne herumlief. Zu meinem Glück durfte ich auch noch an Little Buddhas Brust…das sah dann so aus, dass er mich packte und einfach knuddelte, wobei mein Kopf zwischen seinen Brüsten war (und Mädels auf die Dinger kann man echt neidisch werden , besonders angetan war ich von Little Buddhas echt animalisch riechendem Männerschweiß…das war dann echt der krönende Abschluss. Tja und dann war der Urlaub zu viert leider auch schon wieder viel zu schnell vorbei. Unglaublich es war super mit den drei Flitzpiepen rumzureisen! Am nächsten Morgen gings nämlich schon wieder zum Flughafen und weil wir es ja haben, sind wir mit einem weiteren Inlandsflug nach Kunming in den Süd-Westen Chinas geflogen. Hier kam dann noch ein Freund, mit dem ich in Freiburg zusammen studiere zu unserer Reisegruppe dazu. Dann gings also zu fünft weiter. Kunming In Kunming angekommen gingen wir gleich in unser echt geniales Hostel um dort die Weiterreise zu planen. Leider waren wir alle ziemlich fertig so dass man eine leichte Agression in der Luft spüren konnte … naja aber Franzis und Chris beschlossen mit Andy zusammen in 3 Tagen Kunming zu verlassen. Andy buchte einen Flug nach Shenzhen (kurz vor Hongkong) und meine 2 Hübschen wollten noch eine Woche auf der Insel Hainan chillen, so dass ich leider auch nur 2 Wochen mit ihnen reisen konnte. Aber keine Zeit für Trübsal blasen, schließlich lagen noch 3 super Tage vor uns. An unserem 1. kompletten Tag den wir in Kunming hatten fuhren wir nach Shilin. Dies ist ein Park voll mit beeindruckenden Felsformationen, man nennt den Park auch Felsenwald. Ich glaube wenn ihr das Foto seht versteht ihr den Namen. Da Stefan von einer Krankheit fast dahin gerafft wurde ( ), und deshalb früher aus dem Park gehen musste, waren wir dann doch nochmal nur zu viert unterwegs und sind illegalerweise auf den Bergen herum gekrakselt. Nach dem Besuch im Steinwald gings dann auch schon wieder direkt zur Bushaltestelle, da wir mit einem Nachtbus (10Std) nach Yuanyang in den Süden fahren wollten, um dort die legendären Reisterrassen zu sehen. Wie ich es gewohnt war von chinesischen Bussen, war ich auf einen luxuriös austgestatteten Bus gefasst und schwärmte den anderen davon auch vor…tja dumm nur dass wir uns zwischen 2 Bussen entscheiden durften, die sich im Grad der Verwesung wirklich nichts schenkten. Kinder Kinder Kinder der Bus war voll mit Stock-Betten, die nach allem möglichen „dufteten“, die Windschutzscheibe hatte einen mega Sprung und eigentlich war der Bus nur noch von Rost bedeckt. Nachdem wir in einem chinesischen Fast-Food diniert hatten begaben wir uns dann schon zum Bus. Im Bus lies sich Stefan (dem es im Übrigen immer noch zum Sterben schlecht ging) dann noch um 20 Yuan bescheißen bevor es dann auch losging. Bei unserem Glück durften wir ganz hinten im Bus schlafen, zu viert nebeneinander (Stefan bekam ein Einzelbett weil es ihm echt nicht gut ging) im oberen Teil des Stockbettes (das nur aus Holzlatten bestand) schlafen. Die Leute, welche unter uns schliefen bekamen dann auch während der Fahrt ein paar unserer Sachen ab. Die Fahrt war schrecklich weil ich unter allen Umständen vermeiden wollte die Busbettdecken zu benutzen, wir waren uns alle einig, dass die voll mit Bed-Bugs sein mussten. Aber richtige Männer wie Andy und Chris stehen da drüber und benutzten todesmutig die Decken mit den kleinen Krabbelfreunden. Neben den Decken wurde die Fahrt auch zu einem der schrecklichsten Erlebnisse durch die halbstündigen Pausen an absolut versifften Raststätten (free-pissing war also bei uns wieder angesag), aber auch der teilweise nicht vorhandene Straßenbelag schüttelte uns kräftig durch. Der bescheidene Straßenbelag bewirkte ebenso, dass unser Schlaf ständig von ohrenbetäubendem Krach unterbrochen wurde. Dementsprechend gerädert kamen wir dann in Yuanyang morgens um 5 Uhr an. Yuanyang In Yuanyang schauten wir uns zusammen mit 3 anderen Ausländern dann erst einmal den Sonnenaufgang über den atemberaubenden Reisterrassen Yuanyangs an. Reisterrassen muss man sich so vorstellen, dass diese Sorte Reis in Yuanyang komplett unter Wasser wächst und Erdwälle das Wasser einschließen, v.a. im Wasser spiegeln sich die Farben bei einem Sonneaufgang bzw. -untergang. Ich glaube das Foto von Chris reicht aus um zu beschreiben wie schön es war. Mit den anderen 3 Ausländern haben wir uns dann zusammen ein Hostel genommen, welches Mitten in einem klitzekleinen Dorf war zu dem keine Autos oder Roller kamen. Auf der Straße konnte es auch schon passieren, dass du einem beleibten Hängebauchschweindame mit ihren Ferkeln Platz machen musstest. Egal wohin man kam sah man die Schweine spazieren gehen, nur auf dem Markt konnte man die Schweine dann nur noch K.O. sehen (wenn ihr weißt was ich damit meine…). Tourilike haben wir uns dann am Abend gleich nochmal die Reisterrassen angesehen, aber diesmal halt dann bei Sonnenuntergang. Dummerweise war es so bewölkt, dass die Flaschen Bier dann doch noch besser war, als die Aussicht. Abends waren wir dann noch Essen, und ein besoffener Chinese leistete uns Gesellschaft. Tja aber bei aller Liebe der sprach alles außer Chinesisch . Am nächsten Tag sind wir dann wieder zu fünft durch die Reisterrassen gewandert…und jap ich muss drauf rumreiten, Andy ist vor mir in das Wasser der Reisterrassen gefallen…ok ok ich war dann die 2. aber nicht die erste…YEAH so eine Pfeife !!! Ein weiteres Highlight unserer Reise zurück nach Kunming war natürlich wieder die Nachtbusfahrt, und jap der Bus war keineswegs besser als der letzte Bus. Allerdings ließ uns die Natur diesmal ein wenig leiden, da einer von uns Blähungen und ein anderer die Flitze hatte. Echt eine beschissene Situation. Um die Busfahrt besser zu überstehen, hat sich Stefan Schlaftabletten gekauft…an dieser Stelle würde ich wenn ich Stefan nicht mögen würde, über die leichtsinnig Art und Weise reden, wie dämlich es doch ist Schlaftabletten in einem Land zu kaufen, in dem man wenn überhaupt nur einen Bruchteil der Sprache versteht…aber meine gute Erziehung verbietet es mir . Trotzdem konnten wir dann doch relativ gut schlafen. Tja bis dann halt morgens um 3 Uhr der Bus abkackte, mitten im Nirgendwo. Als dann eine Horde Chinesen auf einmal raus rannten und in einen wie durch Zufall kommenden Bus stiegen, brach bei uns Panik aus. Der Busfahrer wollte nicht, dass wir in den Bus einstiegen sondern warten sollten. Wäre ja alles schön und gut, wenn Andys Weiterflug nach Shenzhen nicht in ein paar Stunden gehen würde…aber im Endeffekt kam dann doch noch rechtzeitig ein Ersatzbus, in dem wir uns dann auch noch Plätze ergattern konnten. In Kunming selber war der Tag dann eigentlich echt scheiße, zuerst ging Andy gleich und dann am Abend Franzi und Chris. Und damit war eine der besten Zeiten in China leider viel zu schnell beendet. Wenn ihr noch mehr lesen wollt dann könnt ihr auch noch auf Stefans Blog lesen: http://stefanreiss.blogger.de/stories/1545705/
16.12.09 11:39


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